1. Jugendliche finden Zugang zum Freiwilligensektor und Bürgerengagement und lernen dieses
Feld mit seinen unterschiedlichen Ausprägungen, Strukturen, Inhalten und Akteuren kennen.
Dies wird möglich durch Projekte, die sich an den Interessen und Möglichkeiten von
Jugendlichen orientieren.
Im Sinne der Lebensbiographie kann dies ein Einstieg sein, der weiteres Engagement nach
sich zieht und damit nachhaltig wirkt.
2. Freiwilligenprojekte bereichern den Erfahrungshorizont von Jugendlichen. Sie können zu
einem wichtigen Bestandteil der Lernbiographie werden. Jugendliche erwerben
Schlüsselkompetenzen, wie z.B. Sozialkompetenz, kommunikative Kompetenz und
Konfliktfähigkeit. Freiwilligenprojekte prägen Persönlichkeit und sind ein wichtiger
Bestandteil ethischer Wertorientierungen, die berufliche Karrieren und Lebensgestaltung
positiv beeinflussen.
3.
Lokale Freiwilligenprojekte von Jugendlichen werden von Mentorinnen und Mentoren
begleitet. Sie geben ihre Erfahrungen, die sie im Bürgerengagement
gewonnen haben weiter. Sie selbst und der gesamte Freiwilligensektor erfahren durch diese
Freiwilligenprojekte eine Bereicherung: Der Dialog zwischen den Generationen wird vertieft,
Bürgerengagement gewinnt neue Akteure, Bereiche und Strukturen und wird damit gestärkt.
4.
Freiwilligenprojekte von Jugendlichen zielen auch auf positive Effekte für die Einsatzorte.
Sie sind gemeinnützig und dienen dem Gemeinwohl im Sozialen, Ökologischen und der
Kultur. Sie erfüllen wichtige Aufgaben, die die Qualität der angebotenen Dienstleistungen
verbessern oder ergänzen können. Geeignete Einsatzstellen sehen es als ihre Aufgabe,
interessante Aufgabenfelder zur Verf¨gung zu stellen, ohne damit Personallücken schließen
zu wollen oder Jugendliche als Lückenbüßer einzusetzen. Der Gewinn von beteiligten
Einrichtungen ist es, Jugendliche für ihre Arbeitsfelder zu interessieren und so positive
Effekte für ihr Image und ggf. für die Personalentwicklung zu haben. |